Historischer Presse Rückblick, 70´er Jahre

Eine Entdeckungsreise durch vergangener Erfolge. Das ist dabei herausgekommen, als wir unser Pressearchiv durchstöbert haben. Wir zeigen hier eine kleine Auswahl an Berichten historischer Ereignisse, die wir nicht länger dem Mantel des Vergessens überlassen wollen.

Los gehts hier mit den überaus erfolgreichen 70´er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Wattenscheider Fechter fahren bis nach Frankreich zu einem Fechtturnier, die FSG stellt gleich sieben Westfalenmeister, der bekannte Unternehmer Steilmann hilft bei Autopanne und Volker Redeker fliegt in die damalige UdSSR zur Junioren-Weltmeisterschaft. Hier schafft er es bis ins Halbfinale, wo er verletzungsbedingt aufgeben muß, aber lesen Sie selbst…

…zu den 80´ern.

„Klick“ auf das Bild zeigt eine vergrößerte Darstellung des Artikels.

Am Wochenende werden die Degenfechter der Fecht- und Sportgemeinschaft Ruhr Wattenscheid an einem Qualifikationsturnier des Deutschen Fechterbundes in Paris teilnehmen. Dieses Turnier dürfte der wichtigste Wettkampf vor der Juniorenweltmeisterschaft (Ostern in Minsk) sein. Entsprechend der erwarteten Stärke des Turniers zählen die dort errungenen Punte doppelt für Junioren und gleich vierfach für Junioren. Von der FSG Ruhr Wattenscheid werden bei diesem Turnier an den Start gehen: Dieter Dudde sowie die Jun.-Fechter Volker Redeker, Joachim Fischer und Rainer Fischer. Als Mannschaftsführer und Betreuer wird Fred Krüger mit nach Paris fahren.
1970

 

 

Am Montag flog Volker Redeker (Fecht- und Sportgemeinschaft Ruhr Wattenscheid e.V.) von Düsseldorf nach Berlin. Von dort geht es heute weiter in die UdSSR, wo über Ostern die Junioren-Weltmeisterschaften stattfinden. Trainer Fred Krüger (unser Bild) hält Redeker die Daumen.
März 1970

 

Bei den westfälischen Junioren-Einzelmeisterschaften in Arnsberg, war die FSG Ruhr der überragende Verein. In allen Endrunden stellten sie die meisten Teilnehmer(innen). Das Turnier begann Samstag mit Herrenflorett. Joachim Fischer wurde überlegener Westfalenmeister gefolgt von seinam Bruder. Im Damenflorett traten acht Fechterinnen der FSG Ruhr an. Sechs kamen in die Finalrunde und gehören damit der Landessonderklasse an. Achte und damit ebenfalls noch Landessonderklasse und Ersatz für die Deutschen Meisterschaft wurde Petra Sobich. Im Degen waren wieder fünf Fechter am Start. In dieser Waffe belegte Joachim Fischer ebenfalls den 1. Platz und errang damit den 2. Titel dieser Meisterschaft. Rainer Fischer wurde 7. und qualifizierte sich auch in dieser Waffe für die Teilnahme bei der Deutschen Meisterschaft. Im Säbel waren nur 2 Fechter der FSG Ruhr-Wattenscheid am Start. Beide Fechter errangen einen Platz in der Landessonderklasse und qualifizierten sich für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft.
1970

 

Margit Mühlhausen und Sabine Hanisch, einzige Fechterinnen aus Westfalen bei den Deutschen Einzelmeisterschaft in Bad Dürkheim, sammelten mit ihren Placierungen wichtige Punkte für die deutsche Rangliste der Seniorinnen. Ihre Erfolge wurden beinah vereitel. Mit dem PKW sollten die beiden Mädel nach Bad Dürckheim gefahren werden. Das vorgesehene Farzeug fiel jedoch aus. Da das Ehepaar Krüger zur Turnierleitung gehörte und daher schon früher in den Süden fuhr, wandten sich die FSGR-Fechterinen an den Wattenscheider Sportmäzen Klaus Steilmann. Dank seiner Hilfe kamen die Mädchen noch rechtzeitig zum Turnier. Joachim Fischer, der bereits am Freitag im Degen startete, konnte sich nicht placieren, obwohl er in der Vorrunde den Spitzenfechter Rainhold Bahr schlug.
1970

 

Trotz des Ausfalls dreier Spitzenfechter waren die Mitglieder der FSG Ruhr Wattenscheid die überragenden Teilnehmer beim Schüler- und Jugendturnier in Arnsberg. In der Klasse 1 der Schüler gewannen Rolf Vogedes (Jahrgang 57). Er blieb im Finale ungeschlagen und gewann vor Wollny, Altmann und Brozlo. Bei den Mädchen derselben Altersklasse waren gleich sechs Teilnehmerinnen der FSG Ruhr am Start. Siegerin im Stichkampf gegen ihre Vereinskameradin Bärbel Fischer wurde Petra Eikenbusch (FSG). In der Klasse 2 der Jungen belegte Norbert Krause (FSG) hinter Camps(Herne) und Cornelia Vogedes(FSG) den dritten Platz. Ohne große Schwierigkeiten siegte in der Altersklasse 3 der Mädchen S. Krause (FSG). Sieger des goldenen Floretts in der Altersklasse 3 der Jungen wurde Volker Redecker.
Dezember 1971

 

Trotz des Ausfalls von drei Spitzenfechtern (Sabine Hanisch durch Verletzung und die Brüder Fischer durch Krankheit waren die Mitglieder der FSG Ruhr die überragenden Teilnehmer beim Schüler- und Jugendturnier in Arnsberg. In der Klasse 1 der Schüler, Jahrgang 50 und jünger traten drei Schüler von der FSG Ruhr an. Dieter Sobich (Jahrgang 59) mußte bereits nach der Zwischenrunde ausscheiden. Dirk Köpping (Jahrgang 62) konnte bis ins Halbfinale vordringen. Rolf Vogedes (Jahrgang 57) sorgte dann für den ersten Sieg. Bei den Mädchen der  gleichen Altersklasse waren gleich sechs Teilnehmerinnen der FSG Ruhr am Start. Astrid Stüwer und Jutta Schieweck konnten nicht placieren. Siegerin wurde Petra Eikenbusch vor Bärbel Fischer und Christel Welland (alle FSG). In der Klasse 3 der Jungen konnten die Mitglieder der FSG Ruhr nicht siegen. Tomas Metzner (Jahrgang 55) kam ins Halbfinale. Norbert Krause belegte hinter ihm den dritten Platz. In der gleichen Altersklasse der Mädchen traten vier Fechterinnen an. Christel Künstler schied vor dem Finale aus: 1. Margit Mühlenhausen, FSG Ruhr Wattenscheid, 3. Cornelia Vogedes. In der 3. Altersklasse der Mädchen siegte ohne Scwierigkeiten S. Krause (FSG Ruhr). In der gleichen Altersklasse der Jungen war es von vornherein klar, daß der Sieg zwischen Redeker FSG Ruhr und Boch, Castrop-Rauxel ausgemacht wurde. Obwohl in Arnsberg nur Florett, also nicht die stärkste Waffe der beiden Anwärter gefochten wurde, waren sich alle Beteiligte klar, daß diese beiden für sie unerreichbar waren. Volker Redeker siegte gegen Gerold Boch 5:0 und konnte als überlegener Sieger das goldene Florett mitnehmen.
12. Dezember 1971

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Überrascht zeigten sich die Teilnehmer und die Offiziellen des Deutschen Fechterbundes über die starke Beteiligung beim Qualifikationsturnier des DFBs in Wattenscheid. Sieger wurde der Spitzenfechter Pusch aus Tauberbischofsheim vor Adrians aus Osnabrück. Erfolgreichster Teilnehmer des Fecht- und Sportgemeinschaft Ruhr Wattenscheid war Uwe Köpping, der bis ins Halbfinale vordringen konnte und sich damit eine Sonderqualifikation für die Teilnahme bei den Deutschen Junioren-Einzelmeisterschaften erkämpfte. Außerdem qualifizierte sich Udo Menke der bis in die 2. Zwischenrunde vordrang, für die deutsche Rangliste. Im Damenflorett siegte Bärbel Fischer, USC Bochum vor Susi Kreisler, SC Koblenz. Die Wattenscheiderin Claudia Deimann wurde im Finale Vierte und war damit erfolgreichste Wattenscheiderin. Christel Künstler und Christel Weland placierten sich in der 2. Zwischenrunde. Den Mannschaftspreis für Wattenscheid errangen: Claudia Deimann, Christel Künstler, Uwe Köpping und Udo Menke. Wie immer beim Gertrudisturnier wurden auch diesmal wieder die jüngsten Teilnehmer jeder Waffe ausgezeichnet. Es waren im Damenflorett Stella Renner, USC Bochum und im Degen Dirk Köpping FSG Ruhr Wattenscheid.
27. Oktober 1973

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei den Westfälischen Schüler-Einzelmeisterschaften 1974 in Wanne Eickel errangen die Fechter der Fecht- und Sportgemeinschaft Ruhr Wattenscheid sieben Westfalenmeistertitel. In den einzelnen Jahrgängen und Waffen wurden folgende Plazierungen erreicht: Schüler Florett: Jahrgang 1958: Erste und Westfalenmeisterin Tessa Renner ohne Niederlage. Jahrgang 1959: Zweite und Vizemeisterin Levecke Brinckmann. Jahrgang 1961: In dieser Klasse wurden die größten Erfolge erzielt. In der Reihenfolge Silvia Wende, Heike Jahberg, Sabine König machten die Wattenscheider Mädchen die ersten Plätze unter isch aus, wobei der 1. Platz erst durch Stichkampf errungen wurde. Pech hatte Ulrike Krumtünger, die auf den 10. Platz kam. Neun westfälische Mädchen sind am kommenden Wochenende startberechtigt. Jahrgang 1962: Erste und Westfalenmeisterin Stella Renner (genau wie ihre Schwester ohne Niederlage). Jahrgang 1963 und jünger Dritte Britta Renner. Schüler Florett: Jahrgang 1958: Sechster Hartmut Gahmann. Jahrgang 1958 Dieter Sobich. Acht Fechter dürfen bei den Westdeutschen Meisterschaften antreten. Elfter wurde Manfred Heße und Zwölfter Wolfgang Dinkelbach. Jahrgang 1960: Vierter Knut Schemme, Sechster Volker Egardt und Siebter Ernst Möllmann. Nicht mehr qualfiziert haben sich mit Platz neun Andreas Schaffmeister und zwölfter Werner Luther. Jahrgang 1962: Erster und Westfalenmeister Dirk Köpping, Sechster Karsten Jürgens. Schüler Degen: Jahrgang 1959: Vierter Peter Wlabrun, Fünfter Christian Bauer und Sechster Manfred Heße. Jahrgang1960: Volker Egardt verlor den Stichkampf um den 1. Platz (der über die vorgesehen Zeit hinausging) und mußte sich mit der Vizemeisterschaft begnügen. Dritter Ernst Möllmann und Fünfter Werner Luther. Jahrgang 1962: Erster und Westfalenmeister Dirk Köpping. Jahrgang 1963 und jünger: Erster und Westfalenmeister Jan Dirk Brinckmann. Schüler Säbel: Jahrgang 1958: Fünfter Hartmut Gahmann. Jahrgang 1959: Erster und Westfalenmeister Dieter Sobich, Dritter Heinrich Hegemann.
Februar 1974
Bei den deutschen Schüler-Einzelmeisterschaften der Degen- und Säbelfechter konnte alleine Dieter Sobich von der Fecht- und Sportgemeinschaft Ruhr Wattenscheid bis ins Finale vordringen. Obwohl man nach den Leistung der vorausgegangenen Runden mit einer guten Placierung für Dieter Sobich rechnete, klappte in der Endrunde einfach nichts mehr, und er mußte sich mit dem 8. Platz im Säbel begnügen. Knut Schemme von der FSG Ruhr Wattenscheid verlor im Halbfinale etwas unglücklich und konnte damit nicht mehr bis ins Finale der Säbelfechter vordringen. Die Degenfechter Ernst Möllmann und Volker Egaardt kamen in die Zwischenrunden. Für diese beiden Nachwuchsfechter, die erstmalig an einer deutschen Meisterschaft teilnehmen konnten, war das Vordringen in die Zwischenrunden ein beachtenswertes Ergebnis. Die übrigen Fechter der FSG Ruhr Wattenscheid haben sich nicht über die Vorrunden hinaus placieren können.
19. November 1974

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

zu den 80´er Jahren